Feuerbestattung in christlicher Sicht

20080825_51_kremator-15

Vortrag von Prediger W. F. Rudolph, Prior der EBK

Die Feuerbestattung in christlicher Sicht

Wir fragen: Was ist Feuerbestattung und was hat Christentum damit zu tun?

Die Bestattung ist zutiefst die ethische (sittliche) Angelegenheit eines Volkes oder einer Ideologie. Die verschiedenen Kulturen und Ideologien gehen unterschiedlich mit ihren Toten um. Neben der Feuerbestattung gibt es auch die Erdbestattung.

Es spielt dabei die Lebensauffassung, die Tradition, die Begrifflichkeit der Seinszusammenhänge eine große Rolle. Es kommt darauf an, ob man nahe an der Wahrheit ist oder weit von ihr entfernt.

Wir leben in einem überwiegend noch christlichen Kulturkreis, der seine ethischen Lösungen aus der Lehre des Christentums, das seine Wurzeln im Judentum hat, hernimmt oder zumindest hernehmen sollte.

Das Judentum ist nicht irgendeine Religion unter vielen. Die Juden sind das Volk, das seine Richtlinien von einem sich selbst offenbarenden Gott hernimmt, während andere Religionen sich ihren Gott nach ihrem Verstand und ihren Ahnungen ausdachten. Deshalb fielen auch die vielen Gottheiten entsprechend verschieden aus.

Israel bezeugt, von einem bestehenden Schöpfergott, dem Gott Jahwe, erwählt, bestimmt und gerufen worden zu sein. Aus Israel ist durch den Erlöser Jesus Christus das Christentum hervor gegangen, eine Offenbarungsreligion mit sehr hohen ethischen Werten. Auch die Frage von Leben und Sterben und dem, was dazwischen liegt, wird durch die Stellungnahme Gottes in seinen Gesetzen und Geboten geregelt.

Bevor wir von der Behandlung der Menschen im Tod und danach sprechen, müssen wir erst einmal fragen: was sagt die Bibel, was sagt Gott zunächst zum Menschen selbst?

Nach der Aussage der Bibel ist der Mensch das höchst entwickeltste Wesen, das am Schluss der Schöpfung aus Gottes Hand hervorgegangen ist. Der Mensch wurde von Gott mit göttlich schöpferischen Anlagen ausgestattet. Er war zum Leben geschaffen und als Vertreter und Sachwalter Gottes auf Erden über alles Geschaffene gesetzt. Aber immer eingebunden in den Willen dessen, der ihn wollte und sandte.

Zunächst ist von Tod und Sterben keine Rede. Es kommt erst in das Dasein herein, als der Mensch seinen hohen Adel und seinen begrenzten freien Willen dazu missbraucht, Gottes Lebensgesetz und Gebot zu übertreten. Als Strafe, neben anderen, soll der Mensch für solchen Übergriff sterben. Es wird ganz klar gesagt, daß er nach seinem Leben eine Rückwandlung erfahren soll: Von Erde genommen, soll er wieder zu Erde werden.

Das geschieht auf Geheiß Gottes, indem der leblose Körper des Menschen der Erde übergeben und wieder zurück verwandelt wird und zu dem Material zerfällt, von dem er genommen worden war. Ein Zeugnis von solcher Erdbestattung finden wir in 1. Mose 15, 15 über Abraham: „Du wirst in Frieden zu deinen Vätern eingehen und im hohen Alter begraben werden.“ Der Weiterverbleib von Abraham, der ein großer Heilsträger ist, wird von Gott klar bestimmt und das richtungsweisend für andere Toten.

Biblisch bezeugt ist auch, dass Gott selber Mose begrub! – nicht verbrannte.

Echter, gesunder Glaube stützt sich immer auf das Wort Gottes. Deshalb ist auch die Bestattungsfrage sehr ernst zu nehmen als ein Hinweis von Gott. Bei den Juden, bis hin zu Jesus Christus und danach, gab es keine Frage darüber, was mit dem jeweiligen Leichnam geschieht. Die Frage ist von Gott entschieden. Zurück geben in die Erde, die den Rückwandlungsprozess des Körpers einleitet.

Diese Praxis wurde von der christlichen Gemeinde komplett übernommen. Durch die Auferstehung kam noch der Gedanke dazu, dass die ihm Glauben verstorbenen auf eine Auferstehung des Leibes zu einem neuen Dasein warten. Das neue Testament berichtet, daß die Toten aus den Gräbern auferstehen und mit ewigen Leibern versehen werden. Dieser Vorgang ist wie folgt zu sehen:

1)    Der Mensch haucht sein göttliches Leben, den Oden, den Gott ihm gab, die so genannte Seele, das Geheimnis des Lebens im Sterbevollzug aus.

2)    Gott nimmt dieses Leben, diese Seele zurück.

3)    Der leblose Leib soll begraben werden, wobei die Gebeine nach und nach zerfallen, nach dem Wort Gottes: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist.“

Ein Theologe vergleicht dieses Vergehen mit dem Vorgang des Werdens eines Kindes im Mutterleib. Über einen langen Zeitraum wächst es im dunklen Schoß der Mutter. So soll auch der Leib im dunklen Schoß der Erde langsam zerfallen in die Grundelemente der Erde, von der er genommen wurde. Es wird auch an das Weizenkorn gedacht, das sich auflöst und einen neuen Treib hervor bringt, um reichlich Frucht zu tragen.

Allerdings möge man sich hier vor einer zu menschlichen Auferstehungsideologie nach menschlichem Verstand hüten. Eines steht fest: Gott hat die Erdbestattung gewollt. Von etwas anderem ist  nirgends die Rede. In wieweit sie auch als Grundlage für die Auferstehung der Toten gilt, das stellen wir dem Herrn über Leben und Tod anheim.

Auf Grund dieser Erkenntnis fragen wir: Wie kommt dann der Mensch auf die Verbrennung oder die so genannte Einäscherung? Was ist das? Was soll das? Warum das Ganze?

Die Feuerbestattung in unserem Kulturkreis wurde als bewusste Gegenkultur zum Christentum durchgesetzt, von Aufklärern, Freigeistern und Atheisten. Schon diese Quelle macht sie fraglich.

Bei anderen, nichtchristlichen, Religionen werden die Toten häufig verbrannt. Wir denken hier z.B. an Indien. Nach der Verbrennung wirft man die Asche in den Fluss.

Was geschieht nun bei der Verbrennung? Feuer vernichtet im Nu alles, was da war und nur ein Rest von Asche bleibt zurück. Asche aber ist noch keine Erde. Die Bibel sagt nicht, dass der Mensch zu Asche werden soll. Feuer bedeutet immer Gericht, absolute Zerstörung, Strafe. Von den Juden wissen wir, dass man die gesetzlosen hinrichtete, ihnen die Beine brach und sie dann ins Tal Hinnom als Sinnbild der Hölle verbrannte. Dieses Ende stand auch Jesus bevor. Und im biblischen Zeugnis ist die Verbrennung des getöteten Verbrechers als eine verstärkte Strafe begriffen worden.

In der Zeit nach Christus wurden die in einem Regime Verhassten auf Scheiterhaufen verbrannt. Christen wurden als Gegner von Systemen durch das Feuer vernichtet, um sie endgültig dadurch auszutilgen. Der römische Kaiser verbrannte das Verhasste, die Christen. Im Mittelalter verbrannte die Kirche verhasste Gegner, Ketzer, Andersgläubige und vollzog damit das Gericht an ihnen. Hitler ließ Tausende seiner Gegner verbrennen, nachdem er sie qualvoll zu Tode brachte, in den Verbrennungsöfen der KZ`s und großen Scheiterhaufen.

Diesen Brauch macht man nun in unseren Breiten zur normalen Einrichtung. Man nennt das heute vornehm „Feuerbestattung“ in so genannten Krematorien. Alles legitim.

Dabei ist Verbrennen schon im Alltag eine zweckgebundene Aktion. Es ist Entsorgung oder Energiegewinnung. Beide Begriffe passen aber in keiner Weise zur Menschenwürde.

Das Begraben, in die Erde betten, dem langsamen Wandlungsprozess übergeben, entspricht im Alltäglichen der Aussaat, das ist Hoffnung auf Neues.

Wir fragen:

Weshalb tut man das, wenn der heilige Gott die Erdbestattung will?

In einer bestimmten Zeit ließen sich, wie oben gesagt, nur bestimmte Menschen verbrennten, nämlich die so genannten Gottlosen, die an eine Auferstehung der Toten nicht glauben und Gott trotzen wollten. Sie meinten, durch das Feuer verschwinden zu können und sich einem Gericht zu entziehen. Manche ließen sich auch aus Angst vor Gott verbrennen. Andere meinten, es sei ästhetischer, nicht von den Würmern in der Erde gefressen zu werden. Man will die Verbrennung auch durch Platzmangel für Erdbestattung rechtfertigen. Andere haben keine Angehörigen und meinen, ein Urnengrab sei besser zu pflegen.

Wir meinen, solche Gründe sind an den Haaren herbei gezogen. Die Feuerbestattung ist unästhetisch und inhuman. Sie ist in jedem Fall vorgezogenes Gericht und Auslöschung. Wir denken auch an die Geschichte, die die Juden bewusst mit Eichmann betrieben. Er wurde nach dem vollzogenen Todesurteil verbrannt und seine Asche verstreut.

Unserer Auffassung nach ist die Verbrennung gegen die Würde des Menschen gerichtet. Allein der Gedanke ist widernatürlich, dass ein unwiederbringlicher Mensch in seiner Einzigartigkeit durch den Schornstein in die Luft geblasen wird. Viele sind auch heute noch gegen die Verbrennung. Manche können nicht begründen, warum sie Unbehagen verspüren. Es ist wohl die Widernatürlichkeit die ihr innewohnt. Dazu ein Zitat von Wehren:

„In dieser Glaubensstellung wollen wir nun zuerst untersuchen, wie die Feuerbestattung zu beurteilen ist. Vom rein menschlichen und gefühlsmäßigen Standpunkt aus betrachtet, erscheint uns die gewaltsame Zerstörung des Körpers eines geliebten Menschen, der von Gott heimgerufen ist, als unerhörte Rohheit und als ein unerlaubter Eingriff in ein göttlich weisheitsvolles Walten. Wie viel menschlicher und pietätvoller ist doch die sanfte und ehrfürchtige Übergebung solcher Körper an die treue Mutter Erde, die sie zu gegebener Zeit, nach einer geheimnisvollen Wandlung, ja alle wieder geben wird, wie dies dem Wesen der Mutter entspricht. Liegt nicht die ganze Pflanzenwelt, legen nicht insbesondere die herrlichen Blumen, hier als besondere Sinnbilder, Zeugnis ab von einem wunderbaren Schöpfergeist, der nicht ruht, bis immer wieder alles herrlich und lebendig erstanden ist. Die schärfste und furchtbarste Strafe Gottes bestand im Alten Bunde wohl darin, dass Menschen bei lebendigem Leib verbrannt werden mussten, wie dies durch die mosaischen Gesetze im 3. Mose 20, 14 und 21, 9 verordnet war. Es war dies eine verschärfte Todesstrafe, die bei gewissen schändlichen Taten der Menschen vollzogen werden musste.“

Ganz zu schweigen von der Praxis des Verbrennens in den Krematorien. In vielen dieser Einrichtungen gehen laut Berichten die dort wirkenden Arbeiter mit den Toten geradezu frivol um. Wer von uns weiß denn, was alles in den Gängen mit den Toten geschieht, bis sie Asche sind? Allein die ruhestörenden Geräusche, wenn mit grobem Werkzeug Metallgriffe vom Sarg abgerissen und die Sargfüße abgeschlagen werden, stören die Würde und Stille des Toten. Ebenso die Lagerung der Särge über oft mehrere Tage, gestapelt wie im Kühlregal eines Kaufhauses. Immer mehr setzt sich durch, dass die Asche dann in einem Behälter dem willkürlichen Behandeln durch die Angehörigen ausgeliefert wird.

Ich selber habe im Pfarramt jede Feuerbestattung mit schlechtem Gewissen vorgenommen, obwohl ich mich nie richtig mit der Sache beschäftigt hatte. Katholische Priester dürfen nur dann Feuerbestattungen halten, wenn klar ist, dass der Wunsch nach einer Feuerbestattung keine bewusste Leugnung der Auferstehung der Toten ist.

Ergänzend dazu noch einige Zitate:

Von Arthur Bosshart aus der Schweiz, Geschäftsführer des Vereins für Erdbestattung und Persönlichkeitsschutz, gefunden in einem Ideaheft. Er schreibt:

„Ich weiß bis heute von keinem wissenschaftlichen Beweis, der belegt, dass die Erdbestattung hygienisch oder umwelttechnisch reelle Probleme verursacht. Im Gegensatz zu den Erdbestattungen setzen Feuerbestattungen diverse giftige Gase und Schwermetalle frei und belasten die Umwelt, sofern die Krematorien nicht mit entsprechenden modernen Filtern ausgerüstet sind. Für jede Feuerbestattung wird je nach Anlage und Umstände rund 150 bis 400 KWh-Energie verbraucht. Die von den Krematorien verursachte Umweltbelastung und ihr Energieverbrauch lassen sich mit dem heutigen Umweltdenken nicht mehr vereinbaren. Auch lässt sich die Kremation weder mit der abendländischen Kultur, noch mit dem christlichen Gedankengut vereinbaren. Zudem ist für manche Hinterlassenen die Verarbeitung der Trauer mit einer Urne schwieriger, als mit einem Erdbestattungsgrab. Seit Ende des 18. Jahrhunderts wollten Freidenker aller Art mit der Feuerbestattung den Glauben an das Kreuz und die Auferstehung verdrängen und proklamierten die Selbstbestimmung über den Tod hinaus. Mancher unter ihnen hegte wohl auch den trügerischen Gedanken, dass es, falls es Gott doch gebe, durch die Kremation dem Gericht Gottes entgehen zu können. Die Heilige Schrift lehrt, dass der Leib wie ein Samenkorn in die Erde gelegt wird. Außerdem schreibt die Bibel Hundertemale von begraben, Begräbnis, Grab, Gruft und/oder Verwesung. Von Leichenverbrennung aber immer nur in Verbindung mit Gericht. Daraus lässt sich folgern, dass wir mit einer Erdbestattung den Gedanken Gottes sicher nicht widersprechen. Eine Erdbestattung ist für einen Christen auch die letzte Möglichkeit, seinen Mitmenschen den Glauben an die Auferstehung zu bezeugen.“

Ein anderer Theologe schreibt:

„Problematischer als die Verbrennung selbst sind Formen, die sich daran gehängt haben, z.B. anonyme Bestattungen und Verstreuungen. Hier wird in unchristlicher Weise die Idendiät des Verstorbenen aufgehoben und ein Gedenken unmöglich gemacht. „

Noch einmal ein Zitat von Wehren:

„Ist es nun aber nicht sonderbar, dass ausgerechnet von Seiten der Protestantischen Kirche her nicht protestiert wird gegen die absolut heidnische Bestattungsart der Verbrennung, obschon die Heilige Schrift in vielfältiger klarer und deutlicher Weise bezeugt, dass das Erdbegräbnis die einzige von Gott verordnete Bestattungsart ist. Die Feuerbestattung muss offenbar als eine so genannte Kulturerscheinung des 19. und 20. Jahrhunderts betrachtet werden, das heißt als eine Errungenschaft des endzeitlichen Weltgeistes, der sich bekanntlich überall in unheimlicher und raffiniertester Weise einschleicht, um die Menschen – insbesondere die Gläubigen – zu betrügen und zu verführen.“

Zum Abschluss Aussagen eines Geistlichen bei einer Führung durch das Krematorium einer großen Kreisstadt am Tag des Friedhofs 2008: Sinngemäß sagte er:

 „Der Mensch ist in seinem Wesen schöpferische Energie. Im Stoffwechsel des menschlichen Körpers werden bei der Nahrungsaufnahme Lebensmittel in Lebensenergie umgewandelt. Der Mensch ernährt sich von dem, was ihm die Schöpfung als Lebensgrundlage bietet. Gleich laufend zu diesem Lebensprozess vollzieht sich der Sterbeprozess. Es ist die Umwandlung in eine andere Daseinsform. Im Tod ist der Leib des Menschen immer noch energiegeladene Materie. Durch die Beerdigung des Leibes wird in der Umwandlung des Körpers diese Energie der Erde zugeführt, wodurch die Erde erneuernde Kräfte erfährt. Es ist der gleiche Naturzyklus, den wir aus den Jahreszeiten kennen. Das abgestorbene Laub der Bäume wird zur Bodenerneuerung, z.B. für den Wald. Dort, wo dieser Vollzug unterbrochen wird, werden der Natur die Nährstoffe entzogen. Eine andere Entsorgung, als die Rückwandlung, nimmt der nächsten Generation die Zukunft. Wissenschaftler haben errechnet: Wenn sich alle Menschen Feuerbestatten ließen, würden der Erde Substanzen entzogen, die durch keine Methode wieder zugeführt werden können. Verbrennung ist nicht allein die Vernichtung des Körpers, sondern auch der Energie, die die Erde am Leben erhält. Bei konsequent durchgeführter Feuerbestattung wäre die Erde nicht mehr lebensfähig. Verbrennen ist daher eine unschöpferische Maßnahme, die eher egozentrisch, praktisch denkt als verantwortlich und zukunftsorientiert. In der Erdbestattung gibt der Mensch aus Dankbarkeit gegenüber seinem Schöpfer und der Schöpfung seinen Leib der Erde zurück, die ihn ein Leben lang ernährt und erhalten hat. Damit kann die Erde die nachkommenden Generationen weiter erhalten.“

So müssen wir abschließend sagen:

Wir lehnen die Feuerbestattung nicht aus irgend einem Gefühl ab, sondern weil es genügend sachliche Gründe gegen sie gibt, vor allem aber, weil die Bibel klar und eindeutig befiehlt, dass der Mensch der Erde übergeben werden soll.

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Über brtheophilos

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14 Antworten zu Feuerbestattung in christlicher Sicht

  1. StolzerDaddy schreibt:

    Wir sind katholisch. Ich muss erhlich sagen, dass eine Feuerbestattung meiner Meinung nach nicht „wirklich“ mit einer Religion in Konflikt gerät… wir bezahlen ja auch nicht mehr dafür von unseren Sünden erlöst zu werden.

    Wenn ich sterben sollte wünsche ich mir eine Seebestattung wie auf http://feuerbestattungen24.de/ … ich werde zwar „hoffentlich 🙂 “ nichts mehr spüren aber der Gedanke daran finde ich schön.

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  2. Elisa schreibt:

    Für mich als gläubiger wiedergeborener Christ (Protestant) ist klar das ich keine Feuer-
    bestattung möchte. Allerdings ist die Situation oft für die Angehörigen schwierig,denn isie müssen ja die Gräber pflegen. Nun kenne ich einige wo genau das nicht möglich ist. Das hat nichts mit „nicht wollen“ zu tun sondern in vielen Fällen mit dem „Nicht können“
    Kinder sind weit weggezogen, oder sind selber schon um die 60 da pflegt man nicht mehr 30 Jahre lang ein Grab. Dann wird oft die Urnenbeisetzung in der Urnenwand gewählt auch dann wenn es der Verstorbene eigentlich abgelehnt hat. Aus den Umständen heraus bleibt nichts anderes übrig. Abdeckungen mit einer Platte für Gräber sind in manchen Gemeinden nicht erlaubt. Nun gibt es seit ein paar Jahren die sogenannten Wiesengräber oder pflegefreien
    Gräber. Eine Wiese mit Reihengräbern die dann eingesät werden und eine 40x60cm Platte mit
    den Lebensdaten und Namen am oberen Ende des Grabes. Kleinen Schmuck darf man gar nicht stellen oder höchstens in der vegetationsfreien Zeit wenn nicht gemäht wird. Soll ja ohne Aufwand mit dem Mäher drübergefahren werden. So weit so gut, es wäre ja eine Alternative,wenn……. Ja wenn diese Felder denn auch einen gepflegten würdevollen Eindruck
    machten. Leider sieht es meist eher aus wie ein ungepflegter Acker den man umgepflügt und dann der Natur überlassen hat. Voller Dellen und Löcher, uneben, für älte Leute und gehbehinderte oder Menschen mit Rollator und Gehhilfen so gut wie gar nicht begehbar.
    Die Gräber dicht an dicht so das man über die Gräber laufen muss oder auf der Platte des
    Nachbargrabes treten muss wenn man neben dem Grab steht. Es ist würdelos, deprimierend,
    man mag da nicht liegen und man mag es den Angehörigen nicht zumuten, den es mutet nicht wie ein Begrabensein ´sondern es hat was von Verscharrt werden an sich.
    Ganz ehrlich da kommt man ins Grübeln ob die Urne in der Wand oder im Friedewald nicht doch die würdigere Variante ist.
    Es gibt auch schöne ansehnliche akzeptable Anlagen. Aber die kleinen und mittleren Kommunen
    haben wahrscheinlich nicht die Mittel um es besser zu machen, Weil es verlangt wird machen sie so eine Notlösung. Hauptsache man bleibt konkurrenzfähig. Und hier sehe ich die Kirchen dann in der Pflicht, den aufklärenden Worten auch Taten folgen zu lassen. Alles andere ist an den
    Lebensumständen vorbei. Die Kirchengem. müssten sich beteiligen, in finanzieller Form, damit die Anlagen großzügiger sein können damit Platz bleibt das man zwischen den Gräbern
    laufen kann statt darüber. Damit die Platten ein wenig größer sein dürfen dann passt eine kleine Vase oder Schale darauf und der Rasenmäher hat trotzdem noch genug Rand an der Platte zum drüber fahren. Damit am Rand der Anlage vielleicht ein offenes Beet entsprechend bepflanzt sein kann oder ein Baum und ein zwei Sitzgelegenheiten zum Verweilen, Die Kirche könnte sich auch beteiligen indem sie Menschen dazu bewegt sich ehrenamtlich ein wenig mit zu kümmern bei der Pflege solcher Anlagen , Möglichkeiten gäbe es sicher viele.
    Ansonsten bleiben Ihre Argumente alle in der Theorie stecken, denn die Lebenswirklichkeit ist heute eine völlig andere als früher. Und auch Angehörige welche die Gräber der Angehörigen
    nicht pflegen können möchten dennoch diese in würdiger Weise bestattet wissen. Und wer
    für sich entscheiden will ob Urne oder Erdbestattung der trifft seine Wahl sehr schnell beim Anblick solcher wüsten Brachflächen . Nämlich dann doch für die Urne.
    Auch Kinder die nachwachsende Generation sollten nicht mit so einer Begräbnis(Un)Kultur groß werden . Wie gesagt hier muß Kirche sich TATsächlich und TATkräftig beteiligen

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  3. Brigitte Thiel schreibt:

    Wenn ich verbrannt werde, dann ist das, als ob ich durchs Fegefeuer muss. Und das macht mir Angst! Wenn ich verbrannt werden

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    • Marlies Wenzlow schreibt:

      ich bin fast 76 und habe meine Grabstätte neben meinem Mann…Er wollte nicht verbrannt werden- Mein jüngerer Sohn ist 51 J. und hat Testamentarisch festgelegt, dass er er eine Erdbestattung möchte……verbrennen ist laut Bibel ein heidniecher Brauch,,, gegen Gott. ich glaube an Gott und was der Prediger Rudolph hier geschrieben hat ist schön erklärt,,, nach der Bibel…….Ich werde meine Körperhülle der Erde zurück geben ,,,,,ich bin evgl. mit diesem Prediger möchte ich mich gern unterhalten—

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  4. J.P. schreibt:

    Zur hier idealisierten Bestattungsform der ach so idyllischen Erdbestattung Hinweis auf diesen Link:http://www.postmortal.de/Redaktion/Totenwuerde-unter-Wasser/totenwuerde-unter-wasser.html

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  5. Markus Fugger von dem Rech schreibt:

    Nach 20 Jahren wird man auf einem Friedhof wieder ausgegraben, weil das Grab neu belegt wird. Eventuell noch vorhandene Knochen werden vom Bagger zermalmt, verstreut und im Aushub wieder verbuddelt. Was hat das mit Würde zu tun – nichts, aber auch rein gar nichts! So kommt für mich nur eine Seebestattung in Frage, ob kirchlicherseits „verboten“ oder nicht.

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    • Markus Fugger von dem Rech schreibt:

      Nach vielen guten Gesprächen und Diskussionen, auch hier im Internet, denke ich nun anders darüber! Ein Großteil meines Körpers wird nach 20 oder 30 Jahren wieder zu Erde geworden sein und auch die übriggebliebenen Reste werden ja wieder der Erde übergeben! Gleichwohl könnte der Umgang mit menschlichen Überresten ein wenig pietätvoller sein!

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  6. Karl Saurugg schreibt:

    Meine Mutter, gläubige Christian hat sich gewünscht, verbrannt zu werden, weil sie Angst vor dem tiefen loch hatte und so wie ich, leider nicht wusste, daß diese Bestattung nicht dem christlichen Glauben entspricht.nachdem ich Nein lauter berichten gelesen habe, in denen die Feuerbestattung heidnisch und nicht gottgewollt ist, bin ich untröstlich! Warum habe ich mich nicht früh genug informiert? Kann meine Mutter nun nicht auferstehen?

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    • brtheophilos schreibt:

      Wenn Gott kein gnädiger Gott wäre, gäbe es keine Erlösung. Somit ist unsere Auferstehung nach dem Tode nicht von unseren „Leistungen“ oder „Nichtleistungen“ abhängig, sondern allein von dem Glauben an Jesus Christus. Wenn Ihre Mutter daran glaubte, wird ihrem „bei Gott sein“ nichts im Wege stehen und sie wird Herrlichkeit erfahren.

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      • Grosser Erika schreibt:

        Danke, denn mir ging es beim Lesen Ihres Artikels gleichbgegangen wie Herrn Saurugg. Als meine Mutter starb habe ich nächtelang recherchiert wie christlicher Glaube zur Feuerbestattung steht, habe aber leider ihr Bericht damals nicht gefunden. Allerdings hat sich meine Mutter, wiedergeborene, Gläubige Christin ganz entschlossen eine Feuerbestattung gewünscht. Nun steht ihre Urne bei mir in der Wohnung und ich glaube und hoffe, dass Gott mir verzeiht und ihre Seele jetzt bei ihrem Schöpfer ist. Amen.

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    • Weber Marianne schreibt:

      Doch, für Gott ist auch das kein Problem! denken Sie nur an all die Märtyrer, die um Jesu Willen getötet und verbrannt wurden. die Seelen können nicht verbrannt werden, und diese wird Gott mit einem neuem Körper auferstehen lassen. Gott, dem Schöpfer, sind die Hände nicht gebunden!

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      • brtheophilos schreibt:

        Es ist völlig richtig, dass es für Gott das kein Problem ist, oder ihm die Hände gebunden wären. Da steht er drüber.
        Es geht auch nicht darum, was Gott alles möglich ist, daran gibt es keinen Zweifel, sondern um die Verantwortung des Menschen. Wo der Märtyrer keinen Einfluss auf sein Sterben und Bestatten hat, können wir sehr wohl aus einer christlichen Ethik heraus Verantwortung übernehmen. Da gebe ich meinen geschenkten Leib aus Liebe der Erde zurück.

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  7. Tina schreibt:

    Das ist ja auch für viele heute gar nicht mehr bezahlbar, was so ein Grab für die Erdbestattung kostet. Das war in biblischen Zeiten sicher anders.

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  8. Anke schreibt:

    Okay, das ist eine lange umfangreiche Herleitung mit dem Endergebnis „keine Feuerbestattung“
    Aber mit welchen Bibel Versen belegt ihr das nun genau? Für die lange des Textes gibt es recht wenige Bibel Verse im Text, womit das Endergebnis bestätigt wird.
    Klar aus der „Leib ist Tempel…“ Perpektive könnte man es dann kurz und einfach als Tempelschändung bezeichnen (= Leichenschändung) und zag braucht man keine 2 Seiten noch mehr erklären. Ich selber habe ansonsten noch keine Klaren Aussagen dafür oder dagegen in der Bibel gefunden.
    Hm

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